Das Spiel Paradise Lost, welches 1991 aus Ermangelung eines Publishers vom türkischen Entwicklerteam kurzerhand selbst veröffentlicht wurde, ist jetzt für die Allgemeinheit kostenlos auf den Seiten der Open Amiga Game Database herunterladbar.
Das Spiel basiert lose auf einem Gedicht von John Milton (1668) und orientiert sich merkbar am Gameplay von Shadow of the Beast – allerdings ohne dessen Spieltiefe zu erlangen. Im Grunde besteht das Spiel nur aus drei Abschnitten – im ersten läuft man in Beastmanier durch ein seitwärts scrollendes Level, weicht Speeren, Wasser?tropfen oder Stacheln aus dem Boden aus, kämpft gegen oder weicht Gegner aus um sich zahlreichen Zwischen und Endbossen zu stellen. Im zweiten Abschnitt sieht man das Geschehen aus der Ego-Perspektive und muss 20 fiesen Viechern ihrer Seelen berauben um diese im dritten Abschnitt im (Final)Kampf gegen Satan einzusetzen.
Das Gameplay ist dabei knüppelschwer und besteht neben guten Training und Einprägen der Geschehnisse aus aus viel Glück – die Energieanzeige besteht aus maximal 8 Treffern (diese lassen sich aber meist nach einem größeren Kampf wieder auffrischen), welche ebenso wie die verstrichene Zeitanzeige gnadenlos das einzige Leben aushauchen läßt, sobald diese sich gegen Null senkt – danach erfolgt eine obligatorische (weil abschaltbare) Endsequenz, welche eigentlich nur aus einem Bild, animierte Flammen und Musik besteht und sich nicht überspringen läßt. Grafik schwankt von grottig bis ganz nett gemacht, ist aber stets sehr passend – ebenso wie die Musik und die Soundeffekte, welche eine sehr schön passende Stimmung erzeugen.
Wer Shadow of the Beast in und auswendig kennt und neues Futter sucht, kann ja mal einen Blick wagen – es gibt weitaus schlechtere Vollpreisspiele als das was sich das türkische Silicon Twins Team da zusammengebastelt hat – allerdings sollten leicht reizbare Frohnaturen dem kurzweiligen Spiel lieber aus dem Wege gehen…
Das Spiel läuft auf allen Amigas (ab OCS/ECS mit 1Mb RAM) und kommt auf 4 Disketten daher. Da sich die Macher scheinbar durchaus bewußt waren, wie schwer ihr Machwerk ist, liegt neben dem eigentlichen Spielarchiv auch noch eine trainierte Version mit unendlich viel Energie zum Saugen bereit…
Von “Real” AmiKit, dem Ableger der Distribution von AmiKit für echte Amigas, ist Version BETA 0.3 erschienen. Neben einigen Änderungen und Bugfixes, sind folgende Dinge neu:
* neue auswählbare Bootbilder
* weitere Hintergrundbilder (Wallpaper) und ein neuer 256 Farbenordner
* allgemeine PCMCIA-Unterstützung, DH0 und FAT95 stellen sicher, daß die meisten (Speicher)Karten funktionieren
* AmiStart ist installiert und arbeitet auch ohne FPU und RTG (benötigt aber einen seeeeehr schnellen Amiga)
* AmiNetRadio ist installiert und arbeitet auch ohne FPU
* Chewaka´s Stimme verwendet für WookieChat im AmiDock
* neues AmiDock-Icon auf der Workbench 2000 Leiste
* AmiDocks Repositionierung repositioniert – damit sieht es transparent aus
Das Update ist 12Mb groß (Neuinstallation 250Mb!) und kann über die Autorenwebseite heruntergeladen werden:
Vom Amigaemulator WinUAE für Windows PC´s ist Version 2.6.0 erschienen. Neu sind ua. folgende Funktionen:
* volle 030/040/060 MMU Emulation - Amix, Linux, NetBSD, Enforcer, WHDLoad MMU Option und viele weitere mehr funktionieren jetzt vollständig
* SCSI/ATAPI (IDE) CD-Laufwerksemulation
* vollständig integrierte CHD CD/HD Unterstützung – allerdings nur im “Lesemodus”
* Festplatten(partitionen) können jetzt im laufenden Betrieb ausgetauscht werden, wenn das verwendete Dateisystem diese Funktion unterstützt
* es können mehrere Direct 3D “Shader” Filter gleichzeitig genutzt werden, auf Wunsch kann der Shader nach der Skalierung und Filterung gestartet werden
* 100Hz+ vsync Modus reduziert durch schwarzen Rahmen Bewegungsunschärfe auf LCD-Fernseher
Desweiteren gibt es natürlich auch noch zahlreiche Updates und Bugfixes. Der Emulator kann kostenlos auf der Autorenseite heruntergeladen werden:
… wer jetzt allerdings an die schon lange überfällige Amigaversion denkt, wird wiedermal enttäuscht werden… angekündigt ist das Spiel Putty Squad von System 3 nämlich nur für Playstation 3, XBOX 360, Playstation VITA, Windows 8 (lol), Wii U und Nintendo 3DS.
Warum man allerdings mit der nie erschienenen AGA-Amiga-Version ink. Wertungen aus alten Amigamagazinen mitsamt einem falschen Erscheinungsdatum wirbt, (1992 erschien der Vorgänger Super Putty) ist mir nach wie vor ein Rätsel…
Pressemitteilung: Keyrah ermöglicht es, die Tastaturen und Joysticks von klassischen Computern an einem modernen PC, Mac oder Raspberry Pi über den USB-Anschluss zu betreiben. Wir haben unser beliebtes Produkt überarbeitet und können die stark gestiegene Nachfrage ab dem 20. Mai dieses Jahres wieder bedienen.
Die wichtigste Neuerung in Version 2 ist, dass wir nun nicht mehr zwischen landesspezifischen Tastaturbelegungen unterscheiden. Auch die Unterscheidung zwischen 8-Bit und Amiga-Version ist entfallen: Die unterschiedlichen Varianten können nun per Jumper-Einstellung gewählt werden. Die folgenden Tastaturmodelle können standardmäßig verwendet werden:
C64 (alle Modelle)
VC-20
C16
Amiga 1200
Amiga 600
Die folgenden Tastaturen können mit Lötarbeiten und zusätzlichen Teilen (im Handel verfügbar) eingesetzt werden:
C128D
C128
C116, plus/4
Zusätzlich zur Tastatur können bis zu zwei digitale Joysticks verwendet werden, die sich so verhalten, als würden Tasten auf einer Tastatur gedrückt werden.
Schon die erste Version von Keyrah war mit einem Schalter ausgestattet, der dem Ein/Ausschalter des C64 nachempfunden ist. Hiermit konnte zwischen zwei Tastenbelegungen hin- und hergeschaltet werden: Eine für den täglichen Gebrauch, und eine Weitere für die Tastenbelegung in einem Emulator. Dieser Schalter ist auch auf Keyrah V2 vorhanden und hat noch eine weitere Position, welche nicht einrastet: Wenn man den Schalter länger als eine Sekunde lang drückt, wird das ACPI-Signal zum Computer geschickt. Je nach Einstellung im Betriebssystem wird dann der Computer heruntergefahren, oder in einen Stromsparmodus versetzt.
Keyrah V2 wird in Retail-Verpackung mit einer Kurzanleitung ausgeliefert. Ein handelsübliches USB-Kabel ist zusätzlich erforderlich. Der empfohlene Verkaufspreis ist 34,90 EUR (*).
Wie schon bei der ersten Version möchten wir darauf hinweisen, dass wir in keiner Weise das Ausschlachten von funktionstüchtigen Amiga, C64 oder anderen klassischen Computern befürworten. Keyrah V2 ist einzig dafür gedacht, Tastaturen von irreparabel defekten Computern zu einem zweiten Leben zu verhelfen.